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das bedürfnis nach liebesbeziehungen

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das bedürfnis nach liebesbeziehungen ist uns allen vertraut. selbst der antike mensch erachtete die liebe als genauso wichtig wie wir heute. EPIKUR erkannte jedoch bereits 290 v. chr., dass glück und liebe (von der ehe ganz zu schweigen) so gut wie nie gemeinsam auftreten. immer kommt es zu eifersucht, zu missverständnissen, zu verbitterung. der sex ist kompliziert und steht nur selten in einklang mit den gefühlen oder den bedürfnissen.

 

deshalb riet EPIKUR dazu, nicht allzu sehr auf beziehungen zu vertrauen und rühmte stattdessen die freundschaft. einem freund gegenüber verhalten wir uns meist höflich, bemühen uns um übereinstimmung, weisen ihn nicht zurecht oder beschimpfen ihn und betrachten ihn nicht als besitz. das problem ist nur, dass man seine freunde nicht oft genug sieht. meist haben arbeit und familie vorrang, man findet nicht die zeit oder die freunde leben zu weit weg.

 

im modernen konsumkapitalismus spielt EPIKURs denken nach wie vor eine unverzichtbare rolle – schließlich funktioniert die werbung, auf der dieses system basiert, mittels geschickt eingeflüsteter bedürfnisse, die der mensch seiner überzeugung nach befriedigen muss, um glücklich zu werden. ein großteil der werbung zielt dabei genau auf die drei dinge ab, die EPIKUR als falsche glücks-verheißungen entlarvt hatte: liebesbeziehungen, berufliche stellung und luxus.