auge des betrachters

das kleine brevier der werte: schönheit

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„das ästhetische gefühl brauche reflexion, schrieb immanuel kant. psychologen haben ihn nun bestätigt. was passiert mit uns, wenn wir etwas schön finden? wird dadurch ein reiz, ein reflex ausgelöst und unser gehirn in glückshormonen gebadet, wie etwa beim sex oder beim essen? oder brauchen wir für das ästhetische erleben höhere kognitive funktionen? für immanuel kant war der fall klar: das wohlgefallen am schönen muss von der reflexion über den gegenstand abhängen und unterscheidet sich dadurch auch vom angenehmen, welches ganz auf der empfindung beruht (1790). keine schönheit ohne denken also. das haben nun, nach 200 jahren, psychologen von der new york university in hunderten von versuchsgruppen bestätigt. wir können auch dinge schön finden, die nicht unbedingt den sinnen schmeicheln.“

 

am grüneburgweg in frankfurt am main steht ein bürogebäude, die fassade unauffällig, naturstein und glas. in diesem gebäude befindet sich das max-planck-institut für empirische ästhetik. knapp hundert wissenschaftler, linguisten, musikwissenschaftler, neurobilogen, mathematiker beschäftigen sich mit schönheit. sie wollen herausfinden, was wem warum gefällt. das ist eine sehr alte frage. bei den griechen gehörte das schöne zusammen mit dem wahren und dem guten zur trias der allerhöchsten werte. nach ihrer ansicht war das schöne wahr und das wahre schön. die wissenschaftler in frankfurt wollen herausfinden wie das gehirn ästhetische urteile fällt. dabei geht es um die granularität des ästhetischen urteils. was bewegt einen an der musik? ist es ein ton? zu klein. ist es die ganze sinfonie? zu groß. so gestaltet sich die suche nach dem schönen als eine schöne beschäftigung. in 30, 40, 50 jahren, so denken alle beteiligten, wird die schönheit entschlüsselt sein. von hohem wert für jeden einzelnen ist sie schon heute.

 

zu guter letzt noch die ansicht eines unbekannten autors, der folgenden satz veröffentlichte:
„für eine frau ist schönheit unbedingt wichtiger als intelligenz, denn für männer ist sehen leichter als denken.“

 

wir bleiben da lieber neutral und verweisen auf unsere coachings. wer also jetzt in erkenntnislaune gekommen ist, kann auch ganz anders draufschaun und sich, sein potential und seine werte in unserem JOB LAB oder LIFE LAB coaching völlig neu betrachten.