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die angst sich als mensch zu verlieren

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steigende flexibilisierungsanforderungen und eine vielzahl beruflicher wie privater verpflichtungen führen zu einem enormen zuwachs an komplexität und zeitknappheit im alltag der menschen. das führt dazu, dass wir uns gegenseitig immer häufiger als objekte betrachten, die wir für die verfolgung unserer ziele und absichten benutzen. im arbeitsprozess ist uns das bereits so vertraut, das wir diese entwicklung gar nicht mehr infrage stellen. das hat zur folge, dass sich diese art der betrachtung auch in unsere privaten beziehungen eingeschlichen hat. ehen oder eheähnliche beziehungen lösen sich schneller auf, weil partner austauschbarer geworden sind, freundschaften werden auf ihre nützlichkeit hin überprüft und in familien haben gefälligst alle so zu funktionieren, dass ein reibungsloser ablauf gewährleistet ist und alle sich bis zum geht nicht mehr optimieren können.

 

die frage der entfaltung des eigenen potentials, der uns eigenen menschlichkeit, die befriedung unserer wichtigsten bedürfnisse und das erleben einer eigenen wertekultur bleiben dabei auf der strecke, denn es geht nur noch darum zu funktionieren und den gestellten ansprüchen zu genügen. wir sind aber von natur aus keine einzelkämpfer, keine objekte, sondern subjekte, soziale wesen, die in ihrer einzigartigkeit gesehen und erkannt werden wollen, die ihr individuelles potential leben und zur entfaltung bringen wollen.

 

das gelingt heute nur noch selten, aber überall dort, wo gleichgesinnte wertschätzend, respektvoll, ermutigend und impulsgebend miteinander umgehen und dem jeweils anderen auf augenhöhe als subjekt begegnen. oder in einem coaching, das der entfaltung und weiterentwicklung von individuellen potentialen dient.

 

prof. dr. gerald hüther, der sich mit diesem thema schon seit geraumer zeit beschäftigt, hat gesagt:

 

„potentialentfaltung heißt nichts anderes als zusammen mit anderen über sich hinauszuwachsen.“

 

barbara rörtgen und tim prell, das coachingteam des ENTWICKLUNGSHELFER ideenlabors entwickelt seit 20 jahren potentiale weiter und sagt: “sich wertvoll und bedeutsam zu fühlen und ein selbstbestimmtes leben zu führen ist für die meisten unserer klienten das größte und befriedigendste erlebnis ihres lebens.“

 

so gesehen brauchen wir alle mehr kritisches hirn, denn es kann nicht sein, dass wir an menschlichkeit und individualität verlieren zugunsten einer objektwerdung und einer dem zeitgeist geschuldeten, scheinbaren sicherheit die sich darin ausdrückt, teil einer digitalisierten welt zu sein, in der die künstliche intelligenz mehr bewunderung findet als das individuum an sich. ist also die angst berechtigt sich als mensch zu verlieren? die antwort kann nur lauten: nicht, so lange wir uns wie menschen verhalten.