platon

die wichtige rolle der schönheit

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schöne dinge gefallen praktisch jedem. wir neigen dazu, ihnen eine geheimnisvolle macht über uns zuzuschreiben, sie aber im großen und ganzen nicht übermäßig wichtig zu nehmen. platon hält es dagegen für sehr bedeutsam, von welchen häusern, kirchen (tempeln) oder skulpturen ein mensch umgeben ist oder welches geschirr er benutzt. niemand vor ihm stellte je die essenzielle frage, warum gefallen uns schöne dinge? er gibt darauf die erstaunliche antwort, weil man darin etwas vom „guten“ erkennt.

 

es gibt viel gutes, was erstrebenswert ist, freundlichkeit, sanftmut, harmoniefähigkeit, ausgeglichenheit, friedfertigkeit, stärke, würde. all das sind menschliche eigenschaften, die man aber auch bei gegenständen findet. sobald man in einem objekt qualitäten erkennt, die dem eigenen leben fehlen, sind wir bewegt und ergriffen.

 

schöne dinge haben deshalb eine wichtige funktion. sie fordern dazu auf, sich zu ihnen hinzuentwickeln, so zu werden wie sie sind und so durch schönheit die seele zu bilden.