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über die bedeutung von institutionen

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wer GEORG FRIEDRICH WILHELM HEGEL für sich entdeckt wird überrascht sein. er betrachtete institutionen und deren einfluss durchweg positiv. so fundiert die kenntnisse des einzelnen auch sein mögen, sie bleiben ineffizient und kurzlebig, so lange sie nicht durch eine institution zum ausdruck gebracht werden. nur mit hilfe der katholischen kirche konnten sich jesus gedanken über leid und mitleid auf der ganzen welt verbreiten. freuds überlegungen zu den komplexen prozessen der kindheit entfalteten ihre volle wirkungskraft erst, als die in der londoner tavistock clinic geordnet, erweitert und institutionaliert wurden.

 

die richtigkeit eines gedankens reicht noch lange nicht zu seiner weltweiten durchsetzung aus. auf dieser tatsache bestand HEGEL wieder und wieder. ein gedanke kann nur dann gesellschaftliche bedeutung erlangen, wenn ihm angestellte und gebäude, ausbildungsprogramme und rechtsberater dazu verhelfen, wenn institutionen großen gedanken/projekten die zeit geben, die sie brauchen – sehr viel mehr zeit, als der reifungsprozess des einzelnen benötigt.

 

die wesentliche funktion von institutionen besteht darin, wichtige wahrheiten in der gesellschaft durchzusetzen. sobald eine institution keine bedeutende aufgabe mehr hat, macht sie sich überflüssig. wenn die gesellschaft also neue bedürfnisse erkennt, sollte das idealerweise zur einrichtung neuer institutionen führen.

 

heute bräuchten wir neue große institutionen, die sich auf themen wie menschliche beziehungen, berufswahl, verbraucherbildung, mood-management und bessere kindererziehung spezialisieren sollten. so lange es die nicht explizit gibt, machen wir mit unserer arbeit im LIFELAB-, JOBLAB- und ABILAB-COACHING einfach weiter.